Datenrettung mit foremost

Foremost eignet sich hervorragend, um bereits gelöschte Dateien wieder herzustellen.

Schritt 1

Installiere auf deinem Linuxsystem foremost mit:

# apt install foremost

Schritt 2

Lasse nun foremost laufen. Foremost durchsucht nun das Dateisystem und legt alle gefunden Dateien (hier jpg-Bilder) unter dem Ordner /output ab. Bedenke dabei, dass dies lange dauern kann. Meine 1 TB Festplatte dauerte rund 2.5 Stunden. Dabei fand foremost rund 950000 Bilder mit einem Volumen von nahezu 85 GB. Prüfe vorher, ob /output also genügend freien Speicher besitzt!

# foremost -t jpg -i /pfad/zur/partition/sdbX

in diesem Beispiel durchsucht foremost also die angeschlossene Festplatte unter /pfad/zur/partition/sdbX und gibt alle gefundenen jpg-Bilder in /output aus. X und der Pfad müssen angepasst werden.

Schritt 3

Da foremost unter root lief, sind wir als normaler Benutzer noch nicht befugt, die gefundenen Bilder zu bearbeiten. Mit:

# chown -c -R BENUTZER /pfad/zu/output/

ändern wir die Rechte so, dass BENUTZER nun ohne root auf die Bilder zugreifen kann.

Schritt 4

Bilder unter 50 kB sind in der Regel Thumbnails oder Icons, welche getrost ignoriert werden können. Da wir jetzt einen Ordner mit vielen Bildern haben, macht es Sinn, einige davon zu löschen. In diesem Beispiel löschen wir alle Bilder unter /output, welche kleiner als 50 kB sind:

find /pfad/zu/output -type f -size -50k -exec rm -f {} \;

Schritt 5

Unser Ordner hat aber immer noch sehr viele Bilder. Versuchen wir den Ordner mit einen Dateimanager zu öffnen, dauert das Erstellen der Vorschaubilder ewig. Nun splitten wir den Ordner /output so auf, dass sich jeweils 1000 Bilder in einem Unterordner befinden. Erstelle unter /output mit nano eine Datei (z.B. meinscript.sh)

nano -w meinscript.sh

und füge nun folgenden Code ein:

#!/bin/bash
target=“$RANDOM“_“$RANDOM“_“$RANDOM“
mkdir „$target“
mv -t „$target“/ „$@“

das Script muss noch ausführbar gemacht werden mit:

chmod +x meinscript.sh

Mit dem printf-Befehl:

printf "%s\0" *.jpg | xargs -0 -n 1000 ./meinscript.sh

splitten wir nun den gesamten Ordner auf. Dabei landen exakt immer 1000 Bilder in einem entsprechenden Unterodner. Nun können wir die gefundenen Bilder in akzeptabler Zeit durchscrollen.

Hinweis

foremost findet jedoch nicht nur Bilder und ist durchaus in der Lage, weitere Formate zu finden. Dazu einfach den entsprechenden Schalter anwenden. Weiter Infos findest Du hier

foremost -t all -i /pfad/zur/partition/sdbX

Dieser Befehl durchsucht die gesamte Festplatte oder Partition nach allmöglichen Dateien. Doch Vorsicht: unbedingt prüfen, ob /output genügend freien Speicher besitzt. Eine 1 TB Festplatte kann unter Umständen auch knapp 1 TB an Dateien liefern!

USB-Stick überschreiben

Gelöscht ist nicht zwingend gelöscht. Damit auch handelsübliche Programme wie z.B. foremost keine brauchbaren Dateien mehr auf dem USB-Stick finden, kann der Stick mit Nullen überschrieben werden:

dd bs=1M status=progress if=/dev/zero of=/dev/sdX

Der Stick muss unter /dev/sdX noch angepasst (z.B. sdc) werden. Bereits nach einmaligem Überschreiben finden gängige Wiederherstellungs-Tools keine brauchbaren Daten mehr auf dem Stick. bs=1M steht für blocksize (Blockgrösse) und kann individuell noch angepasst werden. Vorsicht: Dies gilt für alle Laufwerke und Partitionen. Wird hier irrtümlicherweise eine Backup-Partition unter of angegeben, sind die Daten darauf unwiderruflich gelöscht!

GRUB reparieren (z.B. Dualboot mit Windows 10)

error: no such partition. Entering rescue mode...
grub rescue>

Falls Du diese Meldung auf Deinem Debiansystem bekommst, hast Du den Grub-Bootloader zerschossen. Sowas geschieht in der Regel in Zusammenhang mit Windows 10 in einem Dualboot. Jetzt wird es an der Zeit, die Installations-CD oder den USB-Stick von Debian einzusetzten. Lege die CD oder den USB-Stick ein und wähle dann im Installationsmenu:

Advanced option > Rescue mode

Du solltest Dein System kennen, bevor Du dich an die Reparatur von GRUB wagst. Der Rettungsmodus wird Dir ganz oben links angezeigt!

  • Sprache, Land und Ort wählen
  • Netzwerk (Kabel, WLAN) wählen, falls dies gefragt wird.
  • Rechnername wählen (spiel keine Rolle, was hier gewählt wird: z.B.: supertux)
  • Domain-Name wählen (wählen, oder leer lassen)
  • root-Dateisystem wählen! (In diesem Beispiel liegt root auf /dev/sdb2)

 

01. Das Wählen des richtigen Root-Dateisystems ist relevant! Falls Du das falsche Root-Dateisystem wählst, führt dies unweigerlich zu einer Fehlermeldung!

 

02. falls der Mountpunkt /boot auf / liegt, ist das Einbinden von /boot sparat nicht nötig und diese Meldung wird nicht angezeigt. Liegt /boot jedoch auf einer separaten Partition, bindet der Rettungsmodus die Partition ein.
/boot ist jedoch nicht mit dem Mountpoint /boot/efi zu verwechseln! /boot/efi wird auf /boot erst später eingehängt.

 

03. Wähle mit den Pfeiltasten nun auf Eine Shell in /dev/sdXY ausführen

 

04. GRUB neu installieren

Alternative I
Es kann natürlich auch „Den GRUB-Bootloader neu installieren“ gewählt werden. Bei Linux führen manchmal verschiedene Wege zum Ziel und es kann mehrere Lösungen geben.

Alternative II – (EFI-System)
Wir befinden uns nun in der Shell der Rettungsaktion. Installieren nun das Paket grub-efi

apt install grub-efi

und binde die EFI-Bootpartition ein.

mount /dev/sdb2 /boot/efi

Installiere jetzt den Bootloader in das Wurzelverzeichnis. Bevor der Bootloader neu geschrieben wird, kann mit lsblk überprüft werden, ob alle Partitionen korrekt eingehängt sind:

$ lsblk

 

05. Installiere den Bootloader in das Wurzelverzeichnis:
Der Bootloader wird nicht auf die einzelne Partition geschrieben. Liegt Dein root-System zum Beispiel auf /dev/sdb2, wird der Bootloader nicht auf die Partition, sondern auf die Platte geschrieben. Hier wäre dies also /dev/sdb

/dev/sdb2 ≠ /dev/sdb

grub-install /dev/sdb

führe ein update-grub aus. Dies ist zwar nicht unbedingt nötig, gibt uns aber ein aussagekräftiges Feedback, ob alles geklappt hat.

# update-grub
GRUB-Konfigurationsdatei wird erstellt …
Found background image: /usr/share/images/desktop-base/desktop-grub.png
Linux-Abbild gefunden: /boot/vmlinuz-4.19.0-9-amd64
initrd-Abbild gefunden: /boot/initrd.img-4.19.0-9-amd64
Windows Boot Manager auf /dev/sda1@/EFI/Microsoft/Boot/bootmgfw.efi gefunden
Adding boot menu entry for EFI firmware configuration
erledigt

Verlasse die Shell mit:

exit

06. und wähle System neu starten aus.

07. Ausgabe lsblk für dieses Beispiel! Auf sda liegt Windows 10 und auf sdb Debian. Die EFI-Boot Partition von Debian ist nicht separat eingebunden, wie unter Punkt 2 beschrieben wird. sda1 und sdb1 sind hier zwei EFI-Boot-Partitionen.

$ lsblk
NAME   MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda      8:0    0 931.5G  0 disk 
├─sda1   8:1    0   100M  0 part /boot/efi
├─sda2   8:2    0    16M  0 part 
├─sda3   8:3    0 296.1G  0 part 
└─sda4   8:4    0 634.8G  0 part 
sdb      8:16   0 232.9G  0 disk 
├─sdb1   8:17   0   487M  0 part 
├─sdb2   8:18   0  68.2G  0 part /
├─sdb3   8:19   0     8G  0 part [SWAP]
└─sdb4   8:20   0 156.3G  0 part /home/yuna/media

C++ unter Linux (g++)

Mit diesem kleinen Tutorial wirst Du in wenigen Minuten ein wenig besser verstehen, was eine Binärdatei und eine Klartextdatei (hier der Quellcode) ist. Als Compiler nehmen wir hier g++ oder alternativ gcc. Selbstverständlich müssen diese Pakete bereits installiert sein. Erstelle einen geeigneten Ordner und erstelle mit Nano eine leere Datei:
mkdir meinc++
nano -w zweizahlen.cc
// zweizahlen.cc
// gib die Summe von zwei Zahlen aus
 include 
 using namespace std;
 int main()
 {
   int a, b, total ;
 cout << "Zahlen nacheinander eingeben: " << endl;    cin >> a >> b ;
    total = a + b ;
    cout << "die Summe beträgt: " << total << endl;
    return 0;
 }
diese Datei speichern wir nun unter zweizahlen.cc ab und müssen sie nur noch kompilieren:
g++ zweizahlen.cc -o zweizahlen
vereinfacht gesagt erstellt der Kompilier aus unserem Quellcode nun eine Binärdatei, welche im Terminal ausgeführt werden kann.
yuna@supertux:~/meinc++$ ./zweizahlen
Zahlen nacheinander eingeben:
17
23
die Summe beträgt: 40
das soeben kompilierte Programm kann mit:
# cp zweizahlen /usr/bin
in das Binary Verzeichnis kopiert werden und steht ab jetzt immer zur Verfügung.

Leerzeichen in Dateien und Ordner unter Linux

Bei Leerzeichen in Dateien und Ordner unter Debian GNU/Linux ist folgendes zu beachten:

In der GUI entspricht der Pfad: /home/yuna/media/VirtualBox VMs/Windows 10

Im CLI (command line interface) rüsselt Linux, wenn Leerzeichen in Dateien und Ordner vorkommen.

$ cd /home/yuna/media/VirtualBox VMs/Windows 10
bash: cd: Zu viele Argumente.

Leerzeichen in Dateien und Ordner werden entweder mit Apostroph oder \ (Backslash) angesprochen. Apostroph wird auch Hochkomma genannt:

$ cd /home/yuna/media/'VirtualBox VMs'/'Windows 10'
$ cd /home/yuna/media/VirtualBox\ VMs/Windows\ 10

Möchtest Du z.B. nach erfolgreichen Starten von nbd (qemu) das *.vdi-File einhängen, geht dies via:

qemu-nbd -c /dev/nbd0 /home/yuna/media/'VirtualBox VMs'/'Windows 10'/'Windows 10.vdi'

oder

qemu-nbd -c /dev/nbd0 /home/yuna/media/VirtualBox\ VMs/Windows\ 10/Windows\ 10.vdi

ein einfaches Shell-Script

Shellscripte (hier ein Bash-Script) sind einfache Textdateien, welche im Terminal (also z.B. der Bash) ausgeführt werden können. Auf diese Weise können oft gebrauchte Befehle automatisch ausgeführt werden. In diesem Beispiel erstellen wir ein Script, welches Rechenaufgaben stellt. Das Script läuft erst dann weiter, wenn die richtige Eingabe getätigt wurde. Obwohl folgendes Beispiel eher für den absoluten Einsteiger gedacht ist, zeigt es auf einfachste Weise, was Sinn und Gedanke hinter der Shell-Programmierung ist…

Schritt 1 öffne das Terminal und erstelle mit

nano -w rechnen.sh

eine leere Datei. Füge nun folgenden Quellcode ein:

#!/bin/bash
clear
echo "meine erste Frage: Was ergibt 17 + 31"
echo ""
while true
  do
    read -p "Antwort: " answer
    case "$answer" in 48)
         echo das war richtig
          break
          ;;
      *) echo leider falsch... nochmals!
          ;;
    esac
done
echo ""
echo ""
echo "zweite Frage: Was ergibt 71 - 49"
echo ""
while true
  do
    read -p "Antwort: " answer
    case "$answer" in 22)
         echo das war ebenfalls richtig
          break
          ;;
      *) echo leider falsch... nochmals!
          ;;
    esac
done
echo ""
echo ""
echo "letzte Frage: Was ergibt 14 * 4"
echo ""
while true
  do
    read -p "Antwort: " answer
    case "$answer" in 56)
         echo das war richtig. Vielen Dank für die Teilnahme.
          break
          ;;
      *) echo leider falsch... nochmals!
          ;;
    esac
done

Schritt 2 nach dem Abspeichern muss die Datei noch ausführbar gemacht werden. Dazu genügt ein:

# chmod +x rechnen.sh

Schritt 3 mit

./rechnen.sh

kann das Script nun gestartet werden.

meine erste Frage: Was ergibt 17 + 31

Antwort: 48
das war richtig


zweite Frage: Was ergibt 71 - 49

Antwort: 22
das war ebenfalls richtig


letzte Frage: Was ergibt 14 * 4

Antwort: 56
das war richtig. Vielen Dank für die Teilnahme.

DVD-Rohabbild erstellen (ISO)

Um Deine gekaufte DVD zu sichern, gibt es viele Möglichkeiten. Tools wie ffmpeg, mplayer, VLC, dvdbackup und viele mehr stehen dabei zur Verfügung. Um ein 1:1 Abbild der gewünschten DVD zu bekommen, benötigen wir den exakten Einhängepunkt vom DVD-Laufwerk. lsblk listet dir das rom-Laufwerk auf und dd schreibt ein Rohabbild auf die Platte:

$ lsblk
NAME   MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda      8:0    0 931.5G  0 disk 
└─sda1   8:1    0 931.5G  0 part /home/yuna/MEDIA
sdb      8:16   0 232.9G  0 disk 
├─sdb1   8:17   0   487M  0 part /boot/efi
├─sdb2   8:18   0 111.8G  0 part /
├─sdb3   8:19   0 111.8G  0 part /home/yuna/WINDOWS-10
└─sdb4   8:20   0   8.9G  0 part [SWAP]
sr0     11:0    1  1024M  0 rom
dd if=/dev/sr0 of=/pfad/zum/Ordner/DVD-NAME.iso

hiermit landet eine Kopie 1:1 auf Deinem Computer. Dummerweise können die wenigsten Player mit diesem Rohabbild etwas anfangen. Der VLC-Player unter Linux und Windows spielt ein solches Abbild jedoch problemlos ab.

Wer die DVD rippen möchte, muss in die komplexe Welt der Videocodecs eintauchen. Ab hier wird es komplexer, da unzählige Möglichkeiten verfügbar sind.

Die Verkapselung bestimmt wie die Video- und Audiospur miteinander verknüpft werden. Vereinfacht gesagt bestimmt man hier die Dateiendung. Für den quelloffenen Container Matroshka wird schlussendlich die Dateiendung .mkv vergeben.

Der Codec (Codierer und Decodierer) bestimmt das Videoformat und entscheidet über Qualität des fertigen Films. Bitrate, Qualität und Framerate werden u.a. hier bestimmt.

DOS-Spiel mit WineHQ

Deine alten DOS-Spiele können selbst unter Debian gespielt werden. Möglich macht dies wineHQ. Um wineHQ zu installieren, tippe

# dpkg --add-architecture i386
# wget -nc https://dl.winehq.org/wine-builds/winehq.key
# apt-key add winehq.key

Ergänze /etc/apt/sources.list mit den Paketquellen von wineHQ (Distributionsname anpassen!)

nano -w /etc/apt/sources.list

deb https://dl.winehq.org/wine-builds/debian/ stable main

Danach die Paketquellen aktualisieren und wine installieren:

# apt update
# apt install wine

wine kann noch konfiguriert werden. Dazu genügt ein:

winecfg

und es öffnet sich das Konfiguartionstool von Wine. Mit der Wine-Konfiguration kann z.B. das Ausgabegerät für Audio angepasst werden.

Ab jetzt können Windows-Programme gestartet werden.

wine PFAD/ZUR/ANWENDUNG.exe

HINWEIS
Falls das Spiel zuerst installiert werden muss, wird der Installer automatisch geladen:

Da unter Debian das Laufwerd c:\ nicht existiert, wird es unter:
~/.wine/drive_c
abgelegt. Mit

# apt install winetricks
winetricks

startet ein Tool, wo weitere Prefixe eingestellt oder nachinstalliert werden können.

 

Prüfsummen (sha256)

Wer eine Datei aus dem Internet lädt, wird oft auf die Prüfsumme (digitaler Fingerabdruck) angesprochen. Diese Summe garantiert, dass es sich beim Download tatsächlich um das Original handelt und keine kompromittierte Datei vorliegt:

Die folgende Prüfsumme wird mit sha256sum

$ sha256sum DATEINAME.zip
830bbca930d5e417ae4249931838e2c70ca0365044268fa0ede75e33aff677de  DATEINAME.zip

geprüft. Stimmt die Summe überein, liegt die korrekte Datei vor. Weitere Prüfsummen sind md5 (md5sum) und sha1 (sha1sum). Das Vorgehen ist analog diesem Beispiel.

md5sum Dateiname oder sha1sum Dateiname

Filme aufnehmen mit SimpleScreenRecorder (Linux)

Was früher die klassische VHS-Kassette erledigte, übernimmt unter Linux der SimpleScreenRecorder. Damit lassen sich Spielfilme 1:1 aufnehmen.

Der SimpleScreenRecorder ist für Linux erhältlich. Hier wird explizit das Paket von Linux beschrieben und ist nicht mit der Windowsversion zu verwechseln! Installiere SimpleScreenrecorder via der Paketverwaltung:

apt install simplescreenrecorder

Bevor die Aufnahme gestartet wird, werden die wichtigsten Eigenschaften der Aufnahme abgefragt:

Danach kann auch gleich mit der Aufnahme begonnen werden:

SimpleScreenRecorder: Zwei Monitore erleichtern die Aufnahme enorm. Während hier rechts der Spielfilm ab einem Stream läuft, kann auf dem linken Monitor die Aufnahme überwacht werden. Diese Methode liefert ein sehr gutes Resultat. Einziger Nachteil: ein Spielfilm von zwei Stunden dauert auch exakt zwei Stunden, bis dieser auf der Platte ist. Die Quelle spielt dabei keine Rolle. Ob direkt mittels VLC-Player (CD, DVD) oder ab TV-Stream direkt im Browser. SimpleScreenrecorder nimmt den gesamten Monitor auf. Wird versehentlich mit der Maus in den Aufnahmebereich gefahren, wird dies ohne Nachfrage ebenfalls aufgenommen. Desshalb ziehe ich die Methode mit zwei Bildschirmen vor. (Screenshot von Alita: Battle Angel)

Finales zuschneiden

Mit dieser Methode landet ein .mkv File auf dem Rechner. Nun möchtest Du Start- und Endpunkt vom Film sekundengenau schneiden Dazu verwenden wir hier ffmpeg:

# apt install ffmpeg

Öffne nun das soeben aufgenommene File in einem Videoplayer und bestimme den Anfangs- und Endpunkt vom Film. Hier in diesem Beispiel wäre dies:

Anfang nach: 18 s
Ende nach: 1:58:22
Filmdauer: 1:58:04 oder 7084 s

mittels ffmpeg müssen wir die ersten 18 Sekunden vom Spielfilm wegschneiden. Die gesamte Länge von output.mkv beträgt genau 1:58:22. Davon ziehen wir die 18 Sekunden ab und kommen auf die gesamte Spielzeit von 1:58:04 oder 7084 Sekunden:

ffmpeg -i output.mkv -codec copy -ss 18 -t 7084 alita_battleangel.mkv

der Schalter -codec copy bewirkt, dass ffmpeg den Film nicht erneut codiert und beschleunigt das finale Zuschneiden enorm. In diesem Beispiel vergass ich nach Filmende die Aufnahme zu stoppen. Das output-File wurde desshalb rund 190 Minuten lang. Relevant beim Zuschneiden sind nur Anfangspunkt und Filmdauer. Wann fängt der Film an und wie lange dauert er? Mit diesen beiden Zeiten können wir dann den Film exakt zuschneiden. Mit dem Schieberegler (hier bei VLC) können diese Zeiten bequem bestimmt werden.