vServer mit Debian

Einen eigenen virtuellen Server zu betreiben ist mit Debian GNU / Linux einfacher als gedacht. Im Gegensatz zum Managed Hosting bekommt man beim vServer in der Regel einen leeren Server und kann sich diesen ganz nach den eigenen Wünschen einrichten.

vServer vs. Dedicated Server

Vereinfacht gesagt teilst du bei einem vServer die Ressourcen eines Dedicated Servers. Bei voller Virtualisierung hast du die vollkommene Kontrolle und freie Betriebssystemwahl. Ein vServer ist zudem wesentlich kostengünstiger als ein Dedicated Server. Für die eigene Webseite und Cloud mit geringe bis mittlerem Traffic und Auslastung ist der vServer längst genügend.

Debian GNU / Linux als Betriebssystem

Um dem Server Leben einzuhauchen, benötigst du eine minimale Installation von Debian / GNU Linux. Das geeignete Image gibt es auf der Seite von Debian.

Wer sich einen vServer mietet, kriegt vom Registrar eine URL mit einem Zugang zum Kundencenter / Webinterface. Dieser könnte z. B. https://login.vserver.example.com lauten. Hier lässt sich der vServer verwalten. Mietest du einen vServer, können folgende Szenarien eintreffen:


Es ist bereits ein Server mit einer Minimalinstallation vorhanden

Hier kann direkt mit dem Aufsetzen der Pakete apache2, php und MariaDB begonnen werden, falls diese überhaupt gewünscht werden.


Es liegt ein leerer Server vor

Falls der Server leer ist, muss zuerst eine minimale Installstion vorgenommen werden. Für welche Distribution du dich entscheidest ist egal. Dieses Tutorial erklärt eine minimale Installation von Debian GNU / Linux. Da die Installationsroutine unter Debian selbsterklärend ist, wird nur auf die wichtigsten Schritte eingegangen:

Die Domain unter welcher der Server schlussendlich erreichbar sein wird. Die nötigen DNS Einträge müssen dabei auf die IP des Servers zeigen.
ein starkes root-Passwort ist der Beginn zum einem sicheren Server. Nicht von ungefähr mahnt die Installationsroutine, dass sich das Passwort nicht im Wörterbuch befinden soll.
der „normale“ Benutzer für die Verwaltung deines Servers. Vergiss nicht, auch hier ein kryptisches, sicheres Passwort zu vergeben.
SSH-Server und Standard-Systemwerkzeuge reichen vollkommen aus. Alle anderen Software-Pakete können nachträglich installiert werden.
geschafft! Dein Server begrüsst dich